Montag, 18. Juni 2018, 01:52 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Vestibulitis Forum Schweiz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Friedin

Anfänger

Registrierungsdatum: 25. März 2016

Beiträge: 2

1

Mittwoch, 2. August 2017, 12:19

Schmerzfrei dank OP

Hallo,

ich habe ca. 3,5 Jahre an VVS gelitten. Habe unfassbare Schmerzen beim Verkehr gehabt, anschließend konnte man die Uhr danach stellen, dass ich eine Blasenentzündung bekomme und von Pilzen war ich auch geplagt.Eigentlich kannte ich das von mir nicht, ich war immer total unempfindlich, das kam auf einmal.

Ich weiß nicht, wie oft ich den Gyn gewechselt habe, niemad konnte mir helfen, ich hatte auch nicht den Eindruck, dass es irgendwen interessiert…was das alles für die Beziehung bedeutet, muss ich wohl nicht erwähnen.

Ein Arzt hat dann die Vermutung der Endometriose aufgestellt. Denn die Symptome ähneln meinen sehr. Daraufhin wurde ich ins Krankenhaus überwiesen, wo ich operiert wurde. Dabei wurde Endo zum Glück ausgeschlossen.
Der Arzt im KH war super und ist meinem Leider weiter auf den Grund gegangen. Er hat dann VVS in den Raum geworfen und mich untersucht. Der typische Test mit dem Wattestäbchen. Ich bin an die Decke gegangen vor Schmerz. Eine Woche später wurde ich wieder operiert.
Nach der ersten erfolglosen OP macht man sich schon Gedanken, aber was hatte ich zu verlieren? Schlimmer werden konnte es ja nicht.
Er meinte auch, dass viele „normale“ Gyns dieses Krankheitsbild leider nicht kennen, obwohl es eigentlich sehr verbreitet ist,. Im KH die Ärzte haben wirklich einfach eine andere Erfahrung. Wenn ich wieder was hätte, was über Jahre geht und kein Arzt kann mir helfen, würde ich gucken, dass ich schneller ins KH komme.

Die OP war unangenehm , nicht nur von den Schmerzen, sondern auch von der psychischen Belastung. Es ist nicht schön, zu wissen, dass einem jetzt sonst wie viele Leute auf die intimste Stelle starren und da „rumschneiden“.
Die zuvor ausgemacht schmerzhafte Stelle wurde entfernt bzw. die obere Hautschicht, die gesunden Hautschichten außenrum wurden „drüber gezogen“ (um es in meinen Worten zu erklären). Ich war komplett zugenäht und habe auch den Fehler gemacht, es mir im Spiegel anzugucken. Ich hatte ungelogen Albträume davon.
Die Heilung war auch langatmig.
Der Arzt hat mir den Tipp mitgegeben, mich zu „dehnen“ und dabei die Größe nach einiger Zeit zu wechseln, dass man irgendwann eben auf der Größe eines Mannes angekommen ist.

Die Panik, die ich hatte, als alles verheilt war und wir nun vom Arzt das Go hatten, zu testen, kann ich gar nicht beschreiben. Es war furchtbar und der erste Versuch ging auch in die Hose – Heulkrampf inklusive. Das ist aber alles psychisch bedingt, ich denke, dass es körperlich funktioniert hätte. Ich habe lange gebraucht, bis ich die Angst ablegen konnte und nicht mehr verkrampft habe, gelingt mir immernoch nicht ganz.

Aber jetzt, ein Jahr nach der OP, kann ich sagen, dass es die beste Entscheidung war. Ich spüre ganz selten noch was, aber eigentlich gar nichts mehr. Und selbst wenn es etwas ziept, ist das absolut auszuhalten und kein Vergleich mehr zu vorher.

Ich kann jedem nur ans Herzen legen, diese OP zumindest zu versuchen.

Ich wünsche euch alles alles Gute und dass euch geholfen werden kann!!!!!
  • Zum Seitenanfang

Ceecee

Anfänger

Registrierungsdatum: 28. August 2017

Beiträge: 1

2

Montag, 28. August 2017, 16:32

Juhu

Es ist wahnsinnig toll so etwas zu lesen, wenn man gerade beim Arzt war um sich einen OP Termin zu machen. Ich freue mich sehr für dich :) jetzt habe ich einige Fragen an dich: bei welchem Arzt hast du dich operieren lassen? Hattest du die Schmerzen vorher ständig oder nur bei provokationen? Wie gings nach der OP mit der Behandlung weiter, musstest du Salben oder ähnliches benutzen? Hattest du schmerzen im sitzen? Fragen über fragen... ich bin so aufgeregt und auch ängstlich. Ich lebe mein lebenslang schon damit und habe nun beschlossen, dass ich nichts mehr zu verlieren habe.
Es macht einem wirklich mut, deine Geschichte zu lesen!!! Alles Gute weiterhin für dich :)
  • Zum Seitenanfang