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Feder

unregistriert

1

Sonntag, 15. Juni 2014, 11:45

Noch eine verzweifelte Neue...

Hallo zusammen...

Wow das tut gut von anderen zu lesen!!! Musste mich also gleich in diesem Forum anmelden.

Zu mir... Ich bin 23 Jahre alt und habe vor 2 Jahren geheiratet. Wir warteten mit Sex bis zur Ehe. Als es in den Flitterwochen wegen zu grossen Schmerzen nicht funktioniere, dachte ich noch das gehört halt dazu, das wird dann schon besser. Als wir nach vier Monaten immernoch überhaupt nicht miteinander schlafen konnte und sich noch zusätzlich andere Schmerzen bei mir einschlichen, ging ich zur FÄ. Diese verschrieb mir eine dreimonatige Creme-Kur mit Kordison. In der Zeit sollten wir nicht miteinander zu schlafen (wobei ich dazu eh keine Lust verspürte...). Nach den drei Monaten sagte die FÄ jetzt sei alles schön verheilt und ok. Beim GV merkte ich jedoch keinen Unterschied. Ich ging zu einer anderen FÄ, diese verschrieb mir möglichst oft sex - das dehne meinen Eingang. Aber da ich mich beim Sex wie vergewaltigt fühle, ging das absolut nicht. Ich ging nun zu einer sogenannten Vulva-Besprechung. Da schauen sich eine Gyn und eine Dermatologin gemeinsam mein Leiden an. Seit 3/4 Jahr bin ich jetzt dort. Sie haben mir schon verschiedenste Cremen verschrieben, halfen alle nichts. Sie meinten auch, dass die Schmerzen beim GV und die sonstigen Schmerzen nicht zusammenhänge, ich hätte Flöhe und Läuse - zwei verschiedene Dinge. Sie meinten zum Problem des GV, ich sei wohl einfach zu eng, das muss halt gedehnt werden (bin schon eine sehr schlanke). Hab dann einen Epi-No gekauft (69Euro!) , so ein Ballönchen eigentlich für die Geburtsvorbereitung. Damit versuchte ich zu dehnen. Hat in kleeeinnnsten Schritten auch funktioniert. Doch inzwischen schaff ich das psychisch nicht mehr. Sobald ich damit dehne und ich den kleinsten Schmerz verspüre breche ich einfach nur noch in Tränen aus, und will mir am liebsten den Unterleib abschneiden. Inzwischen "hasse" ich meinen Unterleib schon fast. Täglich diese grausamen schmerzen.
Bin momentan vor allem mit Deumavan am schmieren, um wenigstens den Rissen, die sich bei mir immer bilden, entgegenzuwirken.

Jetzt bin ich vor kurzem auf VVS gestossen. Hab den gefundenen Artikel dazu gleich meiner Gyn aus der Vulva-Besprechung gesandt. Sie meinte, das seien schon meine Beschwerden sie werde mir bei meinem nächsten Termin (morgen) noch eine Therapie vorschlagen, die wir noch nicht ausprobiert hätten.

Ich hab es so satt auszuprobieren im wissen, dass die FÄ ja selber keine Ahnung hat und nicht sicher ist ob die neu verschriebene Therapie wirklich hilft.

In einer Woche ziehe ich in Richtung Zürich um. Da habe ich mir überlegt mich überschreiben zu lassen in die Klinik Baden, in der Prof. Hohl arbeitet, der sich anscheinend enger mit dem Thema VVS befasste (http://www.kantonsspitalbaden.ch/baden_d…stibulitis.php=). Der schrieb stark von der OP...Aber davor hab ich echt Respekt.

Was mich psychisch echt an den Rand bringt: Ich bin seit zwei Jahren verheiratet, hatte noch NIE nur im entferntesten angenehmen Sex mit meinem Mann. Die Krankheit beginnt mich psychisch aufzufressen, habe ich das Gefühl und zerstört so viele in unserer doch noch so jungen Ehe. Wir habens eigentlich sooo gut miteinander, aber dieses Problem nimmt immer mehr Raum ein. Ich will das ja nicht zulassen, aber ich hab so absolut kein Bedürfnis mehr nach Sexiualität. Nach Zärtlichkeit sehn ich mich, doch sobald seine Berührungen nur schon in Richtung intimbereich gehen, da dreh ich innerlich ab und könnte nur noch weinen... Da tut mir auch mein Mann echt leid :( :(

Naja das ist also meine zweijährige Leidensgeschichte...Und wenn ich von anderen Lese, wie lange diese schon damit leben.... ;(

Aber nun tut es mal gut das alles loszuwerden, bei Leuten die einem nachfühlen können. Hab schon mit vielen darüber gesprochen, aber die können das doch niemals voll verstehen..

Nun lese ich mich mal noch ein bisschen durch die anderen Beiträge...




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Feder

unregistriert

2

Montag, 16. Juni 2014, 20:26

Diagnose...

hab jetzt die definitive Diagnose der FÄ: Lichen sclerosus UND Vestibulitis... ;(
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Blueberry

Anfänger

Registrierungsdatum: 12. April 2014

Beiträge: 8

3

Dienstag, 17. Juni 2014, 23:17

Hallo Feder,
herzlich willkommen hier im Forum. Das, was du beschreibst, ist vielen bekannt und ich kann mir gut vorstellen, wie sehr du und dein Mann unter der momentanen Situation leidest. Bestimmt habt ihr euch euren Start in die Ehe anders vorgestellt.
Weil du schreibst, dass viele schon so lange unter Vestibulitis leiden: Ich möchte dir da eigentlich Mut machen. Du hast Glück und die Diagnose nach zwei Jahren (schon) gestellt bekommen zu haben. Auch, wenn das mit Sicherheit alles andere als schön ist und dich vielleicht erst einmal aus der Bahn wirft, hat das doch einen Vorteil: Du kannst jetzt schon den Blick in die Zukunft richten und nach Lösungen suchen. Ich hoffe, das kommt jetzt nicht überheblich rüber - so wäre es von mir nicht gemeint. Bei mir hat es 10 Jahre gedauert, ehe mir die Diagnose gestellt wurde. Da ging wertvolle Zeit verloren, die ich gerne anders genutzt hätte. Im Prinzip konnte ich also erst Anfang des Jahres anfangen, mich mit der Krankheit wirklich auseinander zu setzen - das erklärt bei manchen vielleicht auch die lange Leidenszeit.
Was ich seit meiner Diagnosestellung festgestellt habe: Jeder tut etwas anderes gut und es gibt nicht den einen Weg, sondern viele. Bestimmt findest du hier einige Anregungen, die dir vielleicht auf deinem Weg weiter helfen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen tut gut.
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Urmel

Anfänger

Registrierungsdatum: 7. Januar 2012

Beiträge: 14

4

Montag, 23. Juni 2014, 22:29

Hallo Feder

Herzlich willkommen im Forum, schön, dass Du uns gefunden hast! Auch wenn der Anlass natürlich alles andere als schön ist. Es ist im Moment etwas ruhig hier, aber die eine oder andere wird sich sicher noch zu Wort melden. :)
Bis dahin kannst Du ja schon mal ausgiebig das Forum durchstöbern, es gibt schon sehr viele Einträge und Informationen über unsere Geschichten, wie wir mit der Misere umzugehen versuchen und was wir schon alles unternommen haben oder noch zu tun gedenken.

Sei bitte nicht enttäuscht, wenn ich gerade nicht mehr schreibe, aber das Thema deprimiert mich im Moment extrem und je mehr ich mir darüber Gedanken mache, desto trauriger macht es mich. Du kannst meine Story nachlesen und sehen, dass ich schon mehr als mein halbes Leben (ich werde diesen Herbst 40) mit der Vestibulitis zu tun und mich irgendwie damit arrangiert habe, aber seit ein paar Monaten habe ich einfach sowas von die Schn.... voll. Ich weiss, dass ich es verglichen mit anderen hier immer noch gut habe, ich bin im Alltag nicht sonderlich eingeschränkt, habe einen Freund, einen Job, kann arbeiten,... aber irgendwie wäre es eben doch schön, wenn ich nach 18 Jahren Beziehung tatsächlich einmal mit meinem Partner schlafen könnte...

Uupps, Entschuldige! Das war jetzt nicht wirklich eine gelungene Begrüssung, mein Frust ist mit mir durchgegangen. Aber Du weisst jetzt wenigstens, dass meine Beziehung trotz Vestibulitis schon mehr als 18 Jahre gehalten hat, das macht Dir vielleicht ein wenig Mut. :)

Herzliche Grüsse
Urmel
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Missie

Anfänger

Registrierungsdatum: 16. September 2013

Beiträge: 16

5

Sonntag, 29. Juni 2014, 20:51

Bei dem Zitat von dir und will mir am liebsten den Unterleib abschneiden. Inzwischen "hasse"
ich meinen Unterleib schon fast. Täglich diese grausamen schmerzen
dachte ich nur: Wie gut ich das kenne. Und auch bei der Aussage sich wie vergewaltigt zu fühlen... Aber nach der OP geht's mir echt besser und ich fange so langsam an mich und meinen Unterleib so gar nicht mehr als Feind anzusehen.
Ich kann Urmel nur beipflichten, dass sicher noch Antworten kommen (meine hängen grade so wegen dem Bachelor) und dass du "Glück" hast so früh bescheid zu wissen. Du wirst die für dich passende Behandlung finden!!!

Liebe Grüße
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Sarah

Anfänger

Registrierungsdatum: 21. Juni 2016

Beiträge: 3

6

Dienstag, 21. Juni 2016, 18:48

Leidensgenossinnen

mir geht es leider seit 6 Jahren genau gleich, ich hasse meinen Unterleib und als ich damals noch GV hatte, habe ich mich ebenfalls wie vergewaltigt gefühlt. Kein Wunder, dass meine Beziehung in die Brüche ging. Mittlerweile hatte ich seit 4 Jahren keinen GV mehr. Ich wünsche uns allen hier wirklich, dass das Leiden ein Ende hat. Ich überlege mir ernsthaft die Operations im Kantonsspital Baden durchzuführen. Hatte heute ein Beratungsgespräch...
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Fleur

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 9. Mai 2012

Beiträge: 441

7

Freitag, 24. Juni 2016, 14:38

Liebe Sarah,

hier ist kaum noch jemand. Wir haben zwischenzeitlich eine "geheime" Facebook-Gruppe eröffnet, um uns privater und detaillierte ohne weitere Mitleser austauschen zu können. Ich war auch gerade nur per Zufall hier, weil ich etwas nachgelesen habe.

Wenn du bei Facebook bist und in die Gruppe eingeladen werden möchtest, dann schreibe mir bitte eine PN mit deinem FB-Namen. Ich werde dich dann einladen.

LG
Fleur
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