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Bloodred

Anfänger

Registrierungsdatum: 24. Januar 2016

Beiträge: 16

1

Montag, 25. Januar 2016, 19:11

7 Jahre bis zum Spezialisten

Hallo lieb Alle.


Ich (26) bin aus der Schweiz. Mein Weg bis zum Spezialisten dauerte gut 7 Jahre. Die ersten Beschwerden hatte ich nach dem ersten Mal, wobei ich heute nicht genau sagen kann, ob es ein Scheidenpilz war oder der erste Schub. Seit dem habe ich immer heftige Schmerzen beim GV und rezidivierende Scheiden(pilz)infektionen (wobei nie etwas nachgewiesen wurde geschweige denn entsprechende Medikamente meistens nichts halfen). Meine Gynäkologinnen nahmen mich nie ernst, schoben die Beschwerden auf die Psyche. Einige verordneten spezielle Salben, andere empfahlen mir Gleitgel (als ob ich nicht von selbst auf die Idee kam), wiederum andere rieten mir zu weniger harten Sex (da Risse im Damm und als ob ich nicht schon selbst sanften Sex bevorzugte), dann gabs da noch das mit den veschiedenen Stellungen, Verdacht auf Latexallergie oder allgemein auf Kondome (ohne ist es 1000 Mal schlimmer, da ich auch auf Sperma reagiere), Beckenbodentraining :wacko: und das ist nur die Kurzfassung meines Weges.


Ich hab dann angefangen im Internet zu recherieren und stiess auf ein Paper vom Kantonsspital Baden (AG) welches meine Symptome exakt beschrieb. Ich zeigte es meiner jetzigen Gynäkologin. Sie vereinbarte mit mir einen Deal, dass ich zu einer Sexualtherapeutin gehe und wenn die sagt, dass ich okay sei, dass sie mich nach Baden überweise. Ich schilderte also der Sexualtherapeutin meine Beschwerden und sie sagte gleich, dass bei mir psychisch alles okay sei, weil ich ja Sex haben möchte und schon sehr kreativ in der Vergangenheit herumgetüftelt habe. Also ging ich dann zum Spezialisten. Der fand dann eine anatom. Anomalie (Hautfalte) und schmerzempf. Areale. Er hat mir eine Ceme empfohlen, die gegen den Juckreiz hilft. Diese Creme (Gyn Repair) hilft tatsächlich sehr gegen den Juckreiz, leider nicht gegen die anderen Beschwerden. Ich hab mich dann erst vor ein paar Tagen in Baden (AG) operieren lassen und hoffe auf eine gute Wundheilung und Schmerzfreiheit. Würde mich freuen, wenn wir uns aktiv drüber austauschen könnten, wie die OP verlief, wie der Heilungsprozess war, wie ihr "das zweite erste Mal" erlebt habt...denn dies war auch der Grund dass ich zu Euch gefunden hab und ich bin richtig froh drum, dass ich nun mit anderen Betroffenen mich austauschen kann.


Liebe Grüsse Bloodred :)
Sei lieber eine erstklassige Ausgabe deiner Selbst, als die zweitklassige von jemand anderem.
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PalimPalim

Anfänger

Registrierungsdatum: 18. August 2015

Beiträge: 5

2

Donnerstag, 10. März 2016, 17:29

Hi, ich hoffe es geht dir jetzt gut nach der Op! Ich hab mich vor 5 Jahren auch opererieren lassen, die Schmerzen waren auch wirklich weniger danach...nur das Fahrradfahren war am Anfang ganz schön fies, aber da muss man dann wohl durch! Meld dich mal, würd mich wirklich interessieren, ob deine Schmerzen jetzt weg sind. Lieben Gruß! :)
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Bloodred

Anfänger

Registrierungsdatum: 24. Januar 2016

Beiträge: 16

3

Sonntag, 13. März 2016, 18:31

PN an dich ;)

Hab dir eine Email gesendet ;) einen öffentlichen Bericht im Forum gibt es erst nach etwa Monaten, weil ich erst dann öffentlich drüber berichten möchte ;)
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Chiara

Anfänger

Registrierungsdatum: 23. März 2016

Beiträge: 2

4

Mittwoch, 23. März 2016, 20:52

OP Erfahrungen gesucht!

Liebe Bloodred,

ich habe gesehen dass du dich im Kanton Hospital operiert hast. Ich wollte auch einen Termin bei Herrn Dr. Hauser wahrnehmen, jedoch hat er leider gekündigt. Nun war ich bei Herrn Dr. Hohl seinem Vorgänger. Kannst du mir bitte schreiben, wie dein Erfahrungswert nach der OP ist? Ich bin auch am überlegen, ob ich entsprechend den Eingriff durchführe. Leider bin ich so verzweifelt, dass ich nach jedem Strohalm greife und Angst habe eine Fehlentscheidung zu treffen. Es tut so gut zu lesen, dass man icht alleine mit diesem Problem ist. Keiner kann es nachvollziehen der nicht darunter leidet. Meine Beziehungen gehen kaputt, ich selbst verkrampfe und bin einfach immer unsicherer. Diese Kraändert mich und ich weiß nicht mehr was tun! Mit dieser Krankkheit ist wirklich hart zu akzeptieren und würde mich sehr über alle Erfahrungsberichte freuen.

Lieben Dank!
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Sarah

Anfänger

Registrierungsdatum: 21. Juni 2016

Beiträge: 3

5

Dienstag, 21. Juni 2016, 18:31

Nach der OP

Liebe Bloodred, ich hatte heute eine Sprechstunde bei Herrn Prof. Dr. Hohl und er hat bei mir ebenfalls Vestibulitis diagnostiziert. Ich leide seit 6 Jahren an Schmerzen beim GV. Also eigentlich habe ich seit dem ersten Mal schmerzen. Wobei ich nun seit mehr als 4 Jahren keinen GV mehr hatte. Zwei Beziehungen sind in dieser Zeit in die Brüche gegangen und ich bin seit einem Jahr single. Ich war total verzweifelt, hat mein Frauenarzt doch immer wieder bestätigt, dass alles in Ordnung sei und es reine Kopfsache sei. Bis ich auf den Artikel des Kantonsspital Badens aufmerksam geworden bin. Einerseits fühlt es sich wie eine Erlösung an, da ich jetzt weiss, dass wirklich etwas nicht stimmt und man etwas dagegen tun kann. Andererseits habe ich grossen Respekt vor der OP. Ist es ja doch ein operativer Eingriff und Herr Hohl hat kaum von möglichken Komplikationen gesprochen. Wie ist deine Erfahrung mit der OP? Würde mich freuen von dir zu hören. Liebe Grüsse, Sarah
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Bloodred

Anfänger

Registrierungsdatum: 24. Januar 2016

Beiträge: 16

6

Mittwoch, 17. August 2016, 20:50

Nach der OP

Wie versprochen und auch auf all die vielen Anftragen hin, berichte ich hier öffentlich über meine Vestibulektomie, welche von Dr. Hauser im Kantonsspital Baden am 18.1.2016 durch geführt wurde. Die erste Woche nach der OP war äusserst schmerzhaft, da ich aber sportlich bin, ging ich trotzdem spazieren. So ziemlich genau eine Woche nach der OP hatt ich höllische SChmerzen, die in den ganzen Unterleib und ins linke Bein ausstrahlten, ich konnte nicht mal mehr sitzen vor Schmerzen. Ich bin dann notfallsweise nach Baden gefahren (mit dem Zug, etwa 2 1/2 Stunden Weg). Dr. Hauser hatte innerhalb 30 Minuten Zeit für mich und zog ein paar Fäden, weil Fäden vorzeitig gerissen sind. Er empfand das als nicht weiter schlimm und gab mir Desinfektiva mit. Danach tat nichts mehr weh. Ich habe dann gute 7 Wochen eine sehr gute Wundhygiene betrieben. Weiter juckten die Fäden als sie sich begannen aufzulösen. Allgm. sind sogenannte Wundheilungsstörungen eine häufige Komplikation. Ich hatte Glück, dass mein Körper nur an einer Stelle die Fäden abgestossen hat und er sie nicht eingekapselt hat.

Mein erstes Mal nach der OP hatte ich im April. Ich hatte gehofft, dass ich mich einfach nur hinlegen und geniessen könnte...leider war das falsch gedacht. Es tut immer noch weh. Zwar sank das Schmerzlevel von 7-10 auf 4-6, aber ich hätte mir eine grössere Verbesserung erhofft. Immer noch bin ich nach dem Sex wund und blute ein wenig. Man sieht die kleine Wunde an dieser einen Stelle sogar so gut, dass ich sie fotographierte. Im November gehe ich dann nochmal zu einem Spezialisten im Luzerner Kantonsspital. Mal sehen was der dazu sagt. Evtl. mach ich noch nächste Woche einen Termim bei meiner Gyn klar...aber ja mal schaun...mit einer bestimmten Atemtechnik kann ich die Schmerzen massiv reduzieren, aber wenn man sich beim Eindringen auf sowas konzentieren muss, kann man das nicht als entspannt bezeichnen. Allergisch auf Gleitgele, Sperma und oralsex reagiere ich leider immer noch. Nachwie vor habe ich das Gefühl, dass ich einer Vulva gefangen bin, die nicht zu mir gehört...so eine Vulva gehört zu einer verklemmten Frau aber nicht zu einer wie mir...dieses Gefühl wurde nach der OP sogar schlimmer, als ich realisierte, dass ich noch nicht schmerzfrei bin...aber ja: die OP hat vieles verbessert und ich empfehle sie allen, die sichtbare Wunden nach Provokationen und kaum sichtbare anatom. Anomalien haben (ich spürte die anomalie nur, festgestellt wurde sie aber nur durch den spezialisten, alle anderen gyns sagten da sei nichts). In vielen Fällen ist eine zweit OP also eine nachkorrektur nötig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen...ich kämpfe auf jeden fall weiter
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